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Neue Studie zeigt: Stakeholder Management wird zum Erfolgsfaktor in Europa
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30.03.2006 Vom Shareholder Value zum Stakeholder Value / Große Defizite bei europäischen Unternehmen / Pessimistischer Ausblick / Teufelskreis befürchtet
Professionelles Stakeholder Management wird für Unternehmen in Europa zum Erfolgsfaktor. Das ist das Ergebnis einer qualitativen Delphi-Studie im Auftrag von Firstline Europe unter Entscheidern in den Branchen Pharma, Lebensmittel, Finanzen, Automobil, Hightech, Handel und Dienstleistungen. Die Befragten aus sieben europäischen Ländern geben dabei einen eher pessimistischen Ausblick. Einseitige Profitmaximierung, intransparente Unternehmensführung, Mangel an Corporate Social Responsibility und unzureichende Kundenorientierung verstärken das Misstrauen vieler Anspruchsgruppen (Stakeholder) gegenüber Unternehmen. Dieses Misstrauen führt zu noch mehr nationalen und europaweiten Regulierungen, die wiederum die Flexibilität und Innovationsbereitschaft der Unternehmen einschränken. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, fordern die Befragten ein Umdenken: weg vom Shareholder Value hin zum Stakeholder Value. Vor dem Hintergrund eines verschärften Wettbewerbs ersticken sonst immer neue Eingriffe der Politik in den Markt die nötige Risikobereitschaft der Unternehmen und verhinderten Investitionen in Innovationen.
„Nur Transparenz und der Aufbau nachhaltiger Beziehungen zu allen Stakeholdern können diesen Teufelskreis durchbrechen und so den Würgegriff der Regulatoren lockern und die innovativen Kräfte wieder entfesseln“, so Volker Klenk, Managing Partner bei Klenk & Hoursch, der Repräsentanz von Firstline Europe in Deutschland. „Stakeholder Communication muss künftig die bisher einseitige Shareholder-Orientierung ausbalancieren, um die Sinnhaftigkeit der Unternehmensstrategien glaubwürdig vermitteln zu können.“
Derzeit sehen die Befragten beim Stakeholder Management allerdings noch große Defizite bei europäischen Firmen. Ihre Möglichkeiten, das Marktumfeld aktiv zu gestalten und dem Misstrauen entgegenzuwirken, seien daher oftmals limitiert. Es fehlen die nötige Transparenz und der aktive Zugang zu Bezugsgruppen wie Mitarbeitern, Politik, NGOs, Kunden, Inhabern oder Aktionären und Medien.
Die Befragten machen deutlich, dass „Feigenblatt-Aktivitäten“ im Bereich Corporate Social Responsibility in den nächsten Jahren ihre Bedeutung verlieren werden. Ziel müsse sein, Transparenz und Corporate Social Responsibility in der Unternehmenskultur und -strategie zu verankern, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Viele der Befragten sehen hierin eine Chance für die Wirtschaftsregion Europa im globalen Wettbewerb.
In Bezug auf einzelne Branchen haben die Befragten klare Vorstellungen: An der anhaltenden Regulierungswut innerhalb Europas wird nach ihrer Ansicht die Pharmabranche besonders schwer zu tragen haben. Die Regierungen werden weiter versuchen die Kosten im Gesundheitswesen zu senken bei gleichzeitig wachsendem Mistrauen der Bevölkerung gegenüber den Unternehmen und ihren Produkten. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wird bis 2009 weiter unter Handlungsdruck gesetzt werden durch repressive Steuergesetze und den Trend zu weiteren Werbeverboten.
Über die Studie Firstline Europe ist ein Zusammenschluss von inhabergeführten Agenturen für Stakeholder Management und Public Relations in neun europäischen Ländern. Repräsentant in Deutschland ist Klenk & Hoursch. Die Delphi-Studie wurde Anfang 2006 vom britischen Marktforschungsunternehmen Stakeholder Studies durchgeführt. An der qualitativen Umfrage haben über 50 Unternehmensführer in mehreren europäischen Ländern teilgenommen. Weitere Informationen unter http://www.firstline-europe.com. Volker Klenk hat bereits 2004 das Glashaus-Axiom entwickelt, das besagt: Jedes unternehmerische Handeln ist öffentlich. http://www.glashaus-axiom.de. |
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Dr. Volker Klenk Managing Partner Telefon 069 719168-11 E-Mail
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